Skip to content Skip to main navigation Skip to footer
©2022

Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Marienmünster ©2022


 

Katholische Landjugendbewegung Vörden                                     Marienmünster, den 01.11.1981
– Jugendheim –
Marktstraße 14
3477 Marienmünster-Vörden

Sehr geehrte Gemeindemitglieder, liebe Heimatgeschichtler!

Die Landjugendgruppe Vörden hat nun mit Unterstützung des Ortsheimatpflegers die Ortschronik von Vörden als zusammenhängendes Werk herausgebracht, um möglichst vielen Gemeindemitgliedern die Geschichte Vördens nahezubringen.

Zunächst einige Hinweise auf die Chronik:

Eine Ortschronik existiert in Vörden seit 1818; sie stellt eine wichtige Ergänzung der Pfarrchronik  – diese gibt es in Vörden seit 1658 –  dar.

In ihr werden alle wichtigen Ereignisse in der Gemeinde Vörden von 1818 bis 1934 festgehalten. Neben der Gemeindepolitik wird aber auch von nationalen Problemen (z.B. Kulturkampf; Ereignisse nach dem 1. Weltkrieg) berichtet. Die Eintragungen der alten Chronik enden mit dem Jahre 1934; spätere Aufzeichnungen sind heute nicht mehr greifbar.

Eine Eintragung aus dem Jahre 1945 weist daraufhin, daß die Chronik von 1934 – 1945 vervollständigt werden soll; leider wurde dieser Plan jedoch nicht in die Tat umgesetzt.

Fast dreißig Jahre galt die Chronik Vördens als verschollen, bis sie durch Zufall aus dem „Dornröschenschlaf“ geweckt wurde.

Aufgrund des Einsatzes von Herrn Siegfried Müller wurde es möglich, daß die Chronik – sie war nur schwer zu entziffern – mit Schreibmaschine abgeschrieben wurde. Die mühevolle Arbeit der Entzifferung übernahm Frau Rita Grawe, Talstraße; ihr sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Landjugendgruppe Vörden


Das DZD-Team bedankt sich ganz herzlich bei Ulrich Seck und Heinrich Behler, für die Unterstützung bei der Digitalisierung der alten Stadtchronik.


Seite 2

Chronologische Anmerkung

Daß Städtlein Vörden Amt Steinheim Bisthum Paderborn, war im verflossenen Jahren bis 1800 in Ansehung der Hoheitsrechte und der Grundsteuer den Fürst Bischof von Paderborn unterworfen, wovon der letzte Frantz Egon von Fürstenberger Linie herstammte, die Erste Gerichtsbarkeit wurde von den Beamten zu Steinheim verwaltet, unter deßen Subordination ein Fürstlicher Richter in der Stadt Vörden wohnte und zur- aufnahme der Klagen gerichtliche Protocollen anführen Exsehsen zum Jahr geruht zu Notiren und unter der vidimation des Beamten alle Contractmäßige Verhandlungen aufnehmen konnte, wo bey dem selben ein Gerichtsdiener gehalten wurde, und beyde von Fürsten ein fixiertes Gehalt Jährlich, ohne andere Gebühren zu erwarten hatten.

wegen der Landes Schulden wurde Jährlich zu Paderborn von den Landstädten, der Ritterschafft und den Bürgermeistern aus den Städten wo zu der Bürgermeister von Vörden gehörte, Conferentz gehalten.

und Letzterer Tag mit einen Reichsthaler belohnt wurde. Und proportionsmäßig die übriegen Herrn ebenfalß aus der Landes Cahse belohnt wurden. In dießen Conferentz wurden die Landes Schulden berechnet, und zu deckung derselben eine jährliche abgabe, in Grund und Kopfsteuer bestimmt die Grundsteuer betrug in Letzten Jahren zehn bis eilf Schatzung, und nötigenfals eine zweimalige Kopfsteuer, die Abgaben wurden zwischen Martini und Ostern zur Winterzeit gehoben – umme den Ackerbauer im Sommer nicht zu molestiren.

Woher kam daß Bisthum Paderborn an die Konigliche Preusche Monarchie?

Alß im Jahr 1802 die gestlichen Bisthümer und Klöster aufgehoben worden, wurde das sonstige wohl löbliche Bisthum Paderborn Seine Majehtat Friederich Willhelm Ill König von Preußen vermöge des mit Deutschlandts Fürsten, und Frankreich zu geschloßenen Frieden als ein Erbfürstenthum zu theil, der darauf 1803 in Hildesheim durch den Minister Graff von Schulenburg die Huldigung durch abgeordnete Deputirte annahme.


Seite 3

Im Jahr 1806 trat ein unglücklicher Krieg gegen Frankreich ein, unserß Königs Waaffen erlagen dem unglücke und Er muste benahe die hälfte seiner Staaten, wie auch unßere Provintz Paderborn an Frankreich opfern. nach den zu Tilsit im Jahre 1807 geschloßenen Frieden wurde aus den von Franckreich eroberten Ländern zu gleich ein neus Königreich Westpfahlen gebildet, und daßselbe den Bruder deß Kaißers Hieronimus Napoleon zu theil, der daßelbe ohn gefehr sechs Jahr beherschte Napoleon Kaißer von Frankreich wurde in einen Krieg gegen Rußland verwickelt, mit einer furchtbaren Armee drang er im Jahr 1812 in Rußland allein so sehr er auch in daß innere dießes großen Reichs drang und Augenscheinlich glücklich so neigten sich das glück mittels der Elemente und andere unfälle die mit Napoleon alliirten Könige und Fürsten filen von ihn ab, Versucht aber zuletzt nochmal eine Schlacht zu liefern, dießes war die bekannte für jeden Deutschen unvergeßliche Völlkerschlacht bey Leipzig welche von 15ten bis 23en Octobeis 1813 geliefert wurde, hier waren die Monarchen

Seite 4

der König Von Preußen Kaißer Von Östreich und Rußland, die Könige von Baiern und Würtenberg und die kleinen Fürsten die sich gegen ihn erklärt hatten, und für die verlohren Deutsch freyheit kämpften. Napoleon und seine geschlagene Armee floh wurde aber Von Deutscher und Rußscher Armeen verfolgt bis über den Rhein in franckreich worauf Sie die feindliche Haupt Stadt Parieß eroberten, Triunpfierend zogen Friederich Willhelm Alexander und Frantz mit ihren Helden Blücher und Schwartenberg mit einen Theil ihrer Armeen in Parieß. da verzichtete der gantz über wundene Napoleon auf die Cron und der Regierung von Franckreich, worauf ihn von den Vereinten Mächten die Inßel Elba zum aufenthalt bestimmt worden Ludewig der 18te wurde als König von Franckreich anerkannt, und mit ihm der Friede abgeschlossen, worauf unßer König alle seine Verlohren und wieder eroberte Staaten, auch unßere Provintz Paderborn in besitz nahm-

Nachdem nun die hohen Monarchen zu Wien in einen Congreß versammelt waren umme Deutsche Freyheit dauernd zu begründen und zu führen. da erschol daß gerücht Napoleon wäre von der Inßel Elba Echapiert, und seye


Seite 5

schon in der Frantzösischen Hauptstat Parieß, durch erfahrung überzeugt eilten die Drey ersten Mächte mit ihren Armeen in Adlers flug demselben entgegen mit einer gesammelten streitmasse griff er die Helden Blücher und Wellinston an. Er war der 14te Junius 1815 allein auch hier wurde derselbe bey Belle Aliance total geschlagen. die Preuschen und die englischen Armeen benutzten ihren Sieg Verfolgten den überallfliehenden Feind und eroberten zum Zweitenmal die Hauptstatt Parieß. der überwundene Napoleon wurde hierauf nach der Inßel Helena welche weit in Weltmeere liegt als gefangener abgeführt wo er unter socher Aufsicht steht, umme keine weitere unruhe mehr stifften zu können.

Wie bestunde die Gerichts Bahrkeit unter Westpfälischer Regierung?

Bey entstehung der Königlichen Westpfälischen Constitution lag die Frantzösische Regierungs Verfaßung zu Grunde, so wohl in Juristischer – Militärischer – und Geistlicher Hinsicht, alle von den Vormaligen Kaißer unterjochte Länder solte.

1tens wegen der Justitz verfassung nach den Codex Napoleon beurtheilt werden – und

Seite 6

2tens wegen des Krieges weßens und der Conschription auf den Grund französischer Idee exestiren.

Daß Königreich Westpfahlen wurde in mehrere Departments getheilt Jedes Departement enthielte zwey bis drey Districkte den Departement stand ein Präfect als Vorstand vor, dem die Districts der unterpräfecte Subordiniert waren. dieße Comune zum Departemen Fulde District Höxter und war daß Canton Orth Vörden, und hatten wir den Herrn Baron von Metternich zum Unterpräfect und den herrn Goihausen zu Brakel und Canton Maire. Jedes Canton hatte einen Canton Maire und einen Friedensrichter, Jener versah die Policei und Conschription c.c. Letzterer die Justitz. Jede Gemeinde bildete eine Muniupalität(gemeint ist wohl Munizupalität !) deren erste Personen der Orts Mäere war.

Worin bestand die abgabe unter der ersten Regierung des Königs von Preußen?

Die Gemeinheit Vörden mußte aus der Gemeinheits Cahse als gezwunzgenes Krieges anleihe Zahlen in drey terminen 255 Reichtsthaler. die Zinßen hiervon wurden im anfange bis 1815 berichtiget nachdem die hierüber ausgestelten Obligationen Von Herrn Canton beanten Goihausen zu Brakel eingefordert worden und nach


Seite7

deßen Einsendung zu Caßel von den hohen Ministerio unter der Regierung des Königs von Westpfahlen bis auf ein drittel reduciert worden, nach dießen aber weder Zinßen noch Capital erhalten haben.

Wie war es mit der Priefatabgabe?

Es bliebe noch wie zu vor bey hochfürstlichen Zeiten in Grund und Personal Steuer die Person so über 16 Jahr alt, von kleinsten bis mitlern Stande beiderlei geschlecht, die Manns Persohn zahlt 5 mg weibliche 4 mg.

Worin bestand die Fabrikations Steuer?

Dießes bliebe anfänglich noch wie bei hochfürstlichen Zeiten. Jeder Branntweins Brennner muste zur freyen Betreibung seiner Branntweins Fabrikation 2 Reichtsthaler an die Landes Cahße bezahlen, jeder Bier Brauer p Thonne Bier so außerdem Orth gefahren 3 Pfennig.

Worin bestand die Zollabgabe?

Ein Vierspänniger Wagen mit Kauffmanns Waaren beladen, so von einen Amt in daß andere transportirt wurle mußte zahlen 3 Mariengroschen 3 Pfennig, ausgenommen von Wein oder Branntwein Von jeden Zugpferde 6 Mariengroschen.

Worin bestand die abgabe bey Westpfälischen Zeiten?

Seite 8

Es wurde nun in Voll zug gebracht und eine Consumtions steuer auf alles fest gesetzt als von einen Schwein zu verschlachten so über einen Centner wiegt ohne ausnahne 10 gg die minderen 6 gg welches nachher noch verhöhet worden zu 14 gute groschen von einer Kuh 1 rth 3gg 8 pf. und nachher zu 2 rth 6 gg von 1 Scheffel zu mahlen oder schroten 9 pf nachher 11 pf: ferner

Die Fabrikations Steuer!

Jeder Branntweins Brenner deßem Blaßen geeicht werden mußten, zahlten in 24 Stunden benahe 6 pf von einer Hessischen Kanne, und alßo von 9 Uhr morgens bis den anderen Morgen wieder 9 Uhr und nach dießen Zeitpunkt der Helm wieder abgeliefert werden mußte.

Ein Bier Oder Essig Brauer deßen Pfannen geeicht werden mußten zahlten von einer Hessischen Kanne von Jeden gebraude benahe 5 pf

Dießes ist in der Zweiten Regierung des Königs von Preußen eben so beobachtet worden.


Seite 9

1818

Kurtze Staatische Darstellung der Verhältniß der Gemeinheit VÖRDEN.
Friderich Wilhelm III König von Preußen unßer allergnädigster König und herr ist unßer Landes Vater.
Gehuldiget am 18ten Octobeis 1815

1815

Die Stadt Vörden liegt in der Provinz Paderborn gehört zum Regierungsbezirk Minden Landräthlichen Kreises Höxter. Letztere Charge vob den Freyherrn von Metternich bekleidet wird.

Der gegenwärteige Pfarrer der Stadt Vörden ist Herr Pastor Pontius Rekers, und der Herr Caplain Raffenberg als Jetzger Caplan hießiger Gemeinde, deßen Einkommen Jährlich als Königlicher Cahse 200 rth. ferner für die Sonntags Frühmeß 25rth. nebst freye Wohnung von der Stadt. Der Jetzge Schul Lehrer Willhem Stamm. Die Confeßion ist Römisch Catholisch, der Bürgermeister der Stadt nennt sich Willhem Multhaup die Jetzigen

Seite 10

Gemeinde Räthe, der ehemalige Bürgermeister Joseph Elsing, Caemmerer Heinrich Multhaup und geort Potthast, und jetzt führen- der Cahsen Caemmerer Johannes Schmidt. nebst den Raths gliedern Conrad Hölting und Wilhelm Potthast. Die aus dießen Raths Verstorbene sind der ehemalige Pfarrer hießiger Gemeinde Herr Pastor Hagemann und ehemaliger fürstlicher Richter dießer Gemeinde Frantz Potthast.

Die Seelen Zahlen dieser Gemeinde besteht aus jetz in 600. an Häußern so bewohnt werden. in Summa 84

Städtische fundationen

Daß ehmalige fundierte Pfarrer Hauß Wehmestette genannt ist dem hochadligen Hauße Vörden am Nächsten benachbart geweßen machder Zeit im Jahr 1600 am 19ten January von dem ehmaligen Abten Gerhardies und Prior Engelbertus. ex Hermannus Kelner und dem sämtlichen conventualen der Abtey Marienmünster mit den Herrn Ernst Godschalk von Haxthausen den Lützenhoff genanndt vertauscht. und nach her als im Jahr 1802 die Geistlichen Bisthämer aufgehoben worden, wurde die Pastorath gebäuden samt den vier huben Landes. (Anmerkung: 1 Hube 3 ca. 12 ha)


Seite 11

einen Zusammenhang betrachtet, und vom Landesherrn König von Preußen, durch die Aufhebungscommisionübernommen worden, die fernere Aufklärung über die Pastorath zu Vörden wäre laut Außsage Notorischer Aufforderung der Herrn Notaini apohtolini Peinen aus Nieheim protocollischen Erkärung des Letzteren Herrn Abten Benedicti Brauns vom 13ten January 1806 an die zur Aufhebung des Klosters Marienmünster beauftragte Comißion durch ihn selbst abgegebenworden. Die Damalige Abtey Marienmünster versorgte für die Benutzung der Pastorath Güther zu Vörden durch einen Conventualen die Pfarre, und nach Übergabe dießer Abtey und der Pfarre wird bis dato der Pafrrer zu Vörden von den Landesherren dafür sallerirt. und zur Wohnung das ehemalige sogenannte Schleppersche Colonathauß von König im Jahre 1818 angekaquft mit den zugehörigen Gärtens. Die Bau- und Beßerungskosten werden aus Königlicher Cashe gezahlt. Im Jahr 1828 wurde die Nebenstallung angebaut- Die Kaufgelder waren 600rth. Gold Der Herr Pastor Rekers gebürtig aus Paderborn war der Erste Bewohner dießes Pfarrhauses. Der Jetziger Kaplain nennt sich Joannes Zünkler (Zünkeler).

Seite 12

im Jahre 1806 unter der Regierung des Herrn Bürgermeisters Rotermundm, wurde dem Johannes Sander auf dem Anger von den Niederen Thore eine Haußstette welche 60 Fuß lang und 60 Fuß breit zu bewohnen angewiesen, für 10rth. geschrieben zehn Reichsthaler, wo von der Eigentümer in jede Schätzung 6 mgr. entrichten muß, wie auch alle bürgerlichen Reihnlasten, sie seyen schon oder noch bestimmt werden. Die Mestette ist mit eingeschlossen.

Im Jahre 1812 unter der Regierung des Bürgermeisters Multhaup, ist der Adolff Engel vor dem Niederen Thore 40 Fuß breit und 40 Fuß lang zu bewohnen gegen die gleiche Bedingung der Präsentationen verkauft für die Summa ad 5 rth. -geschrieben 5 Reichsthaler. Die Mestette mit eingeschlossen. Im Jahre 1813 unter gleicher Regierung des Herrn Mürgermeiasters Wilhelm Multhaup ist dem Hermann Mecker vor dem Oberen Thore ein Platz zu bewohnen welcjer 52 Fuß lang und 44 Fuß breit ist mit Einschluß der Mestette gegen obuge Bedingung der Präsentationen verkaufft für die Summa ad 7 rth. 6 mgr 6 pf,


Seite 13

Im Jahr 1826 ist dem Franz Lücken ein Wohnplatz vor dem Niedern Thore zu Bebauen angewiesen deßen größe 36 fuß breit und 20 fuß lang a fuß 1 Silberpfennig fait 2 rth.

Im Jahr 1825 ist dem Jacob Israels Sohn ein Wohnplatz vor dem Niedern Thore zu bebauen angewießen deßen größe 28 lang24 breit a fuß 1 Silberpf. fait 1 rth 31 mgr 2 Silbergr.

Im Jahr 1827 ist dem Johannes Weber ein Wohn Platz vor dem Niedern Thore zu bebauen angewießen deßen größe 40 fuß breit und 30 fuß lang Summa 1280 fuß a fuß 1 silberpfennig summa 3 rth 16 silbergr. 8 pf welche an die Gemeinde Cahse bezahlt werden.

Im Jahr 1829 ist den Joannes Meyer ein Wohn Platz vor dem Obern Thore zu bebaen angewießen deßen Größe 30 fuß breit und 30 fuß lang Summa 900 fuß 1 Silberpfennig Sa 2 rth. 15 Silgr.

Im Jahr 1833 wurde daß Tellegrafs gebäude auf den Hungerberge errichtet, und am 1ten Octobris die Tellegrafi ins werk gestellt.

Im Jahr 1837 wurde den Joannes Nühsen ein Wohnplatz vor den Niedernthore zu bebauen angewießen deßen größe (Nolte) 24 fuß breit und 30 fuß lang. Jedes quadrat fuß zu 5 Silberpfennig.

Im Jahre 1838 wurde den Frantz Lücken einen Platz hinter seinen Hauße durch Herstgeboth zu bebauen 36 fuß breit und 27 fuß lang für 13 rth. 15 Silgr. mit genehmigung hochloblicher Regierung verkauft.

Seite 14

Im Jahr 1838 wurde dem Allexander Thohs einen Platz zu bebauen 36 fuß breit und 6 fuß lang hinter seinem Hauße durch das Merstgebot für 3 rth. verkauft a quadratfuß 5 Silgr. Ano 1838 am 21ten Oktober wurde den Heinrich Cordes einen Platz zu bebauen von Unteren Thore neben Johannes Weber seinem Hauße 22 Fuß lang und 32 fuß breit durch das Merstgeboth für 9 rth. 23 sgr. 4 pf verkauft a quadratfuß zu 5 Siilgr. abeschätzt.

Ano 1838 den 29ten September wurde der Ratskeller mit dem darhinterbelegten Garten durch vorherige Bekanntmachung in den öffentlichen Anzeiger zum Merstgeboth ausgestellt und both der Gastwirt Roth aus Nieheim 511 rth. und am 20ten Oktober 1838 wahr Schlußtermin und both der Maermeister Fridrich Meyer von Großenbreden (Haus Israelssohn) 520 rth. Gast Roth 525 rth. Da nun keiner mehr bieten wollte so wurde der G. Roth der Zuschlag für 525 rth. erteilt. Ano 1838 wurde den Färber Heinrich Homan einen Platz zu bebauen 35 fuß lag und 35 fuß breit inclusive des Tropfenfalles neben den Wohnhauße des Heinr. Weber durch das


Seite 14

durch das Merstgeboth für 17 rth 1 Silgr. verkauft beträgt das Cubikfüß 5 Silgr.

Ano 1839 wurden den Heinr. Weber ein Platz hinter seinen Hauße zu bebauen von 13 Fuß lang und 33 Fuß breit, a Fuß 5 Silberpfennig Sa 5 rth 28 Silgr. 9 desselben Jahr Jacob Israels Sohn hinter seinen Hauße zu bebauen 8 fuß breit, 26 fuß lang a ² fuß zu 5 Silberpfennig, Sa 2 rth. 26 Silgr. 8 pf

Seite 15

1839 Wilhelm Lücken einen Bauplatz zum Wohnhauße von 26 fuß breit und 45 fuß lang zu ² fuß 5 Pfennig verkauft. sa 16 rth 7 1/2 Silbergroschen. Die Kaufgelder für den Radtskeller musten auf zweimahl gezahlt werden und war die erste Hälfte mit 262 rth. 15 Silgr. am 12. Februar 1840 wo mit das Paßif Capital der Caroline Multhaup ad 30 rth. abgetragen wurde aber aus der Gemeindecahse beigelegt 37 rth. 15 Silgr.

Ano 1840 wurde ein Capital an Johannis Elsing durch einen Verkauf einiger Stück abstandig Eichen von der Gemeinde Vörden mit 40 rth. abgetragen. Ano 1840 wurde wieder ein Capital von der Gemeinde Vörden von Franz Potthast mit 20 rth. abgetragen. Die zweite Hälfte des Kaufgeldes von dem Radtskeller wurde am 7ten Februar 1841 bezahlt mit 262 rth. 15 Silgr. womit ein Capital von 280 rth. an Joseph Elsing abgetragen ist. das fehlende ist durch auf Promiß aus der Gemeindecahse zugeschoßen. Am 7. August 1843 den Anton Lehsman ein Hausstette vor dem unteren Thore neben Wilh. Lücke von 27 Fuß breit und 21 Fuß lang verkauft a ² fuß zu 5 Silge. beträgt in Summa (das Kaufgeld)

An nehmlichen Tage ebenfalls dem Heinr. Potthast Tagelöhner einen Hausplatz verkauft zu 32 fuß breit und 22 fuß lang a ² fuß zu 5 Silgr. beträgt in Summa (das Kaufgeld)

Ano 1845 wurde dem Johannes Schrader ein Bauplatz von 27 fuß lang und 26 fuß breit a ² fuß zu 7 pf Summa zu 13 rth. 19 Silgr. 4 pf verkauft. Sodan auch dem Heinr. Weber einen Platz hinter seinen Wohnhauße vo 33 fuß lang und 12 fuß breit zum Anbau von Stallungen a ² fuß zu 5 pf Summa zu rth. Silgr. verkauft.


Seite 16

Im Jahre 1818 wurde der sämtlich Vördische Zehnte von den regierenden Magistrat in eine jährige Pacht genommen für die Summa ad 475 rth. und auf die Zentpflichten Gründe in 3 Clahsen repartirt wovon

die Morg.
die     –
die     –
I.
II.
III.
ter
ter
ter
Clahse
Clahse
Clahse

Die Zehntgelder wurden an den Einnehmer Jaencken zu Marienmünster auf Weihnachten entrichtet.
Im Jahre 1819 wurde derselbe wieder auf ein Jahr verpachtet für die Summa ad 425 rth. preusch. corant wornach die Clahsen pro Morg. 4 Pfennig erniedriget wurden.
Im Jahre 1820 wurde derselbe in eine sechsjährige Pacht genommen und jedes Jahr für die Summa ad 415 rth. corant auf Weihnachten zu entrichten.
Im Jahre 1827 wurde der Zehnte auf ein Jahr verpachtet für 175 Reichsthaler.

Zehntpflichtige Morgenzahl I. Clahse 779 1/4 Morg.
II. Clahse 418 1/2 Morg.
III. Clahse 98 Morg.
1.295 3/4

Seite 17

Im Jahre 1820 wurde der Zehnte auf ein Jahr verpachtet für 165 rth hiervon 1/3 in Golde. Im Jahre 1829 auf ein Jahr verpachtet (Pacht contract kostet 7 rth. 15 Silgr. )

für 175 rth. 1/3 in Gold repartiert a Morg.

I. Clahse 6 Silgr. 5 pf
II. Clahse 3 Silgr. 9 pf
III. Clahse 2 Silgr. 1 pf

Im Jahre 1830 einjährige Pacht 151 rth. a Morg.

I. Clahse 5 Silgr.
II. Clahse 3 Silgr. 4 pf
III. Clahse 1 Silgr. 8 pf

Ano 1831 – 1837 jährliche Pacht 185 rth. a Morg. 1/2 in Golde

I. Clahse 5 Silgr. 5 pf
II. Clahse 3 Silgr. 9 pf
III. Clahse 2 Silgr. 1 pf

Ano 1838 wurde der Zehnte wieder auf 6 Jahre verpachtet, jährliche Pacht 185 rth. 1/3 in Golde

I. Clahse 5 Silgr. 5 pf
II. Clahse 3 Silgr. 3 pf
III. Clahse 2 Silgr. 1 pf

Die Verpachtung hat kein stattgefunden sondern von der königlichen Regierung in Minden 1839 zu einer bestimmten jährlichen Rente von 200 rth. festgestellt, wornach sich der Abkaufspreis mit 4000 rth. bildet. Die Rente sind von den Gemeinde-Ackergründen berechtiget worden.


Seite 18

Im Jahr 1818 war ein trockener Sommer, daß die Früchten im Felde oenahe verdörten, worauf im Jahr 1819 das Scheffel Roggen lippisch gemäß kostete:

Roggen 1 rth. 24 mgr
Gerste 1 rth. 18 mgr.
Raufutter 1 rth. 24 mgr.
Habern 32 mgr.

Der Winter wahr mehrentheils feucht und naß worauf aber einen guten Frühling und Sommer erfolgte. das alles Getreide in Erfüllung geriethe. die Kornpreißen sich veränderten, das Scheffel

Roggen zu 1 rth.
Gerste – 50 mgr.
Raufutter 1 rth.
Habern – 18 mgr.

Flachs wahr in dießen Jahr wenig und kurtz. der Klee mittel mäßig Garten gewächse in Überfluß. Die Witterung war in dießen Jahr zur Heu und Korn Ernte sehr günstig und schön.
Am tage Sancti Petri und Pauli wird eine feierliche Proceßion nach der Hungerberger Kapelle zu Ehren der beiden Apostel Petri und Pauli gehalten. Von den Bürgern mit Fahnen, Gewehr und Waafen begleitet, welche Andacht über 30 Jahre musikalisch gehalten worden. Die Kosten wurden theils aus dem dazu gewidtmeten Beiträgen theils aus der GemeindeCahse hergenommen.

Seite 19

Im Jahre 1819 ist eine Sacristey unter aufsicht des Herrn Caplain Raffenberg und auf deßen An Ordnung aus den Kirchen refunnen an die Kirche gebaut worden. In dießem Jahre ist die Regierung unveränderlich geblieben! Die Grundabgaben in dießem Jahr 14 1/2 Schätzung Consumtionssteuer wie vorhin. Wegen der Fabriekation wurden Blaßen und Braukessel von hessischer Kannen Maaß zu Berliner Quart maaß vermeßen und sämtliche Maischbudten und alles Geschir nummerirt worden. In dießem Jahr wurde der Gräntzzoll eingeführt. Die Gräntzen durch Gränzjägern bewachet Tag und Nacht darauf vigillieren mußten, wordurch auf den Gräntzen oft Unannehmlichkeit entstanden. Der Handel von aus Lande eingeschränkt wurde. das Rollieren des Geldes sich vermindert und großer Geldmangel jetzt herrschte.

Von Bestellung der Äcker

Ist das mergeln hießiger Gemeinde sehr stark in dießem Jahr betrieben, wordurch das Land fruchtbarer geworden. Die anwachsende Menge der Menschen da durch reichlich ernährt wird. Gott wolle und möge uns durch die Krafft unßers aller gnädigsten


Seite 20

Jetzt regierenden Königs Friedrich Wilhelim III schützen und ruhigen Zeiten erleben lassen, so ist eine gegründete Hoffnung ungezweifelt durch Fleiß und Arbeit der Äcker mit pflügen mergeln und Dünger. Jeder bis zu seinem Lebensende reichlich ernährt werden kann. Im Jahr 1823 ist zu Abtragung eines Capitals an den Heinrich Rodemeyer zu Vörden mit 60 rth. ein Morg Landes im Birckenfelde den Conrad Hölting vulgo Storck benachbart dem Friedrich Hördemann zu Großenbreiden für 60 rth. in Conventions Müntz verpfändet und solche statt der Zinßen von Petry 1823 auf zwölf nacheinander folgende Jahre als bis petry 1835 zu benutzen und wann von keiner seit ein halb jährige Loßkündigung geschieht wird so Credition gedachte Morge auf eine Braachzeit von sechs Jahren wieder in Nutzung und continuiert damit solange fort, bis der pfand schilling ad 60 rth. conventions Müntz wieder refefundiert worden.

Seite 21

Im Jahre 1820 war ein trockener Frühlich so daß die Feldfrüchten verdorten, wormach im Monatn Juni durch vielen Hagel und Sturmwind die Früchte zerschlagen wurden und so daß sich hießige Gemeinde benöthiget fand ummen Remission der Abgaben bey hoch- löbl. königl. Regierung zu Minden zu bitten, wornach eine Begnadigung von 404 rth. 19 Mariengroschen erfolgte.

Die Kornpreißen blieben darnach mittelmößig. Die Grundabgaben blieben unveränderlich. Die Consumtionssteuer wurde neu in eine Clahsensteuer verändert ausgenommen in Großen Städten bliebe dieselbe. Die Fabrikationssteuer bliebe wie vorhin.

Im Jahre 1821 war es im Sommer fast beständiges Regenwetter und im Herbst die Winterfrucht durch die vielen Würmer abgenaget wurde. Am 21. July nachmittags 3 Uhr erhoben sich ein schweres Gewitter, daß sich die Feldmark zu Vörden südlicher Seite unter Wasser und Hagel befand und in der Nachbahrschaft zu Ovenhausen Waagen und Pferde weggeflossen und die Pferde ertrancken, auch die Feldfrücht
einen beträchtlichen Schaden gelitten.


Seite 22

Im Jahr 1822 war ein trockener Sommer, obzwar es zu Zeiten regnete, so war dießes unbedeutend. Darnach war Roggen und Gerste mittelmäßig Jabern und Hülßefrucht wie auch Flachs, Heu und Grumet gantz wenig, Kartofeln sehr gut, Dieße Trockene dauerte bis Ende January 1823 wo in dießen Monath am 24., 25. und 26. eine so grimmige Kälte war, desgleichen in langen Jahren nicht geweßen. Es war kein Brunnen in Vörden mehr mit Wasser versehenund mußten die Einwohner ihr Dürfftiges Wasser aus Gäheres Teiche holen, am 28. January fiel Tauwetter ein und brachte Regen und Wasser wieder. in Dießem Jahr war im Herbste ein großer Mausefraß daß dieselben In Felde die letzten Früchte fast gäntzlich aufrieben und verzehrten. Die Kornpreise bleiben mittelmäßig.
Im Jahr 1823 war die Sommerzeit mehrentheils trocken. War aber ein segen Volles Jahr sowohl an Korn als allerhand Gartenfrüchten Die Kornpreiße gingen nieder das Scheffel Roggen kostet nach lippischen gemäß 24 mgr., des gleichen Erbßen und Wicken, Habern 11 mgr., Gerste 18 mgr.

Seite 23

Im Jahr 1824 war ein fruchtbares Jahr, alles Getreide wurde sehr reichlich eingescheuert. Die Korn preißen gingen noch herunter das Scheffel Roggen im Monath September 14 mgr., Gerste 12 mgr., Habern 7 1/2 mgr. kostet, nun war die segensreiche Ärnte doch nicht hinreichend, daß die Abgaben durch den Ackerbau gewonnen werden konnten und so großer Geldmangel herschte, daß die Grundsteuer öffter durch Zwang mit scheren Kosten beigetrieben worden, wodurch viele Güter in Schulden geraten.

Die Seelen zahl dießer Gemeinde besteht aus 560 nach hero in 600.

Im Jahr 1825 war eine mittelmäßige Ärnte an Korn und Gartenfrüchten Die Kornpreißen blieben wie in vorhergehenden Jahre, die Abgaben blieben wie vor.

Im Jahr 1826 war ein sehr trockener Sommer und so das die Felder und Wießen wegen Dürre wenig Frucht brachten. Garten gewächß sehr wenig. Die Kornpreißen stiegen höer, daß Scheffel Roggen kostet im Monath Meertz 1827 lippisch gemäß 1 rth. 12 mgr., Gerste 1 rth. 3 mgr, In dießem Jahr war ein schöner Herbst und Winter vor den 1. January 1827 nicht zu.


Seite 24/25

In 1826 in diesem Jahre wurde zur Vermehrung der Andacht von den Herrn BürgermeisterWilhelm Multhaup und dessen Ehefrau Elisabeth Multhaup, geborene Beckmann auf dem Fest Christi Himmelfarth eine Proceßion um die hiesige Stadt angestiftet und zur Bestreitung deren Kosten 50 Reichsthaler Kapital fundiert. Am Grünen Donnerstag dem 23.Meertz 1826 mittags gegen 11 und 12 Uhr wurde der Knopf auf dem Kirchturm von Herrn Verwalter Tillepapen vom hochadeligen Hauße Vörden mit Kugeln 3 x durchgeschossen. Für dießen Schaden derselbe 60 rth. – schreibe 60 Reichsthaler – zahlen mußte und für die dazu gebrauchten Büchse welche demselben von Herrn Bürgermeister Multhaup mit Hülffe des Heinrich Elsing, Diederich Stamm und Frantz Herman Meyer abgenommen worden 2rth. 18mgr. die denselben zuteil geworden sind. die vereinnahmten 60 rth. sind folgender Arth verwendet worden:

  1. für Abnahme und Wiederaufbringen des Turmknopfes nebst der Ausbesserung des Turmdaches an die Gebrüder Johannes und Friedrich Frommen aus Lüchtringen -8 rth.
  2. für Kupferarbeit des zerschossenen Knopfes an den Meister Lülwes in Höxter -3 rth. 1 mgr. 2 PF.
  3. für die Feuerverguldung des Knopfes und der daraufstehenden Tulpen des Meisters Kraus zu Höxter 40 rth.
  4. In dießen Jahre wurde die Kirche und Turm verweißet und angeworfen, dafür bezahlt an den Maurermeister Joseph Moerher zu Bredenborn laut Quittung 21 rth.
  5. Für Besichtigung und Abschätzung des verübeten Schadens an den Turmkopfe, an die Schieferdeckermeister Struck zu Lüchtringen bezahlt 18 mgr.
  6. Für verbrauchten Kalk an der Kirche und dem Turm von Paderbornschen Walde gefahren worden a Scheftel 1 rth. – Sa. 12 rth.
  7. für Verzehr auf der Reiße bei der Kalkfuhr und beim Einläschen derselben und bei Abschließungen einiger Kontrake der erforderlichen Handwerker 1 rt. 18 mgr.
  8. für Fitriol zur Verbindung des Kalks 1rth.
  9. für Leim 1rt. 12 mgr.
  10. für die zur Rüstung verbrauchten Dielen und Stricken 1rth.12 mgr.
  11. für das geborgte Seil die Rüstung auf auf und nieder zu lassen an den Windmüller Breymann zu Papenhöfen 1 rth.für Schmiedearbeit an Johannes Schröder in Vörden.

Seite 25

Ano 1817 am 4. Maertz morgens 8 Uhr wurde von Sturm Wind die Helmstange mit Knopfkreuz und Hahnen bis an das Dach abgeschlagen und durch den Fall das Kirchdach durchschlagen wurde. Zu deren Wiederausbesserung ist Statt vormals einen Tannen – jetzt einen Eichen von den Conrad Multhaup von Hohehaus am 14. Juli a.D. wieder aufgebracht worden.
In dießem Jahr kostet das Scheftel Roggen Lippisch gemäß 3 rth. 24 mgr.. Ano 1827 war wieder ein trockener Sommer. Dennoch war die Winterfrucht als Roggen und Weizen sehr gut. Klee, Heu und Grummet mittelmäßig, und konnte wegen guter Witterung sehrgut gewonnen und eingescheuert werden.nach vollendeten Sommer folgte auch ein guter Herbst, daß die Kartufeln welche aber in diesen Jahr sehr wenig in guten warmen Tagen und trockener Witterung herausgegraben und nach Hauße gebracht werden konnten. Im Anfangedes Monats November

Seite 26

traten einige Tage mit Frost und Schnee ein, nachher aber gantz gelinde Witterung. Buis im January wo Wießen und Felder noch froh und grün erscheinen am 6. January 1828 trat starkes Frostwetter ein und endet sich am 11ten schon wieder. Am 13ten wieder Regen. Am 17ten und 18ten eine grimmige Kälte mit Schnee nachher wiederTauwetter bis zum 9. Februari. In Dießem Jahr waren die Kornpreiße in Monath November und Dezember lippisch gemäß a Scheffel Roggen 1 rth. 2 1/2 Silgr.
Gersten 22 1/2 “
Habern 12 1/2 “

Die Witwe Arnold Klocken in Vörden hat folgende Capitalien als
1. der Kirche in Vörden       150 Reichsthaler
2. der Kaplanei hierselbst   150 “
3. dem Pastorat hierselbst  500 “
4. der Küsterei hierselbst    55 “
5. den Armen hierselbst      150 “
mittels Überweisung von Schulddokumenten abgetreten und sich nur die Zinßen von 300 Rth. während der Dauer ihrer Lebenszeit vorbehalten.Im Jahr 1827 Monat Oktobris zur allgemeinen Kenntnis in das Amtsblatt gedrückt worden. im Jahr 1828 war nach einen so abwechselndes Winterwetter ein gutes Frühjahr und vor Sommer bis Ende Juli wo alsdann fast steter Regen einfiel. Vieles Heu verdorben. Die Winterfrucht als Roggen und Weitzen wegen vielen Regen kaum gehörig eingeschäuert werden konnte und dauerte bis Herbst hindurch.


Hier geht es zu den Jahren 1827-1841.

Zurück zum Anfang